Presseerklärung 2004 - 01

RegioStadtBahn - Wie kann es weitergehen?

Der Grossraum Braunschweig erhält nicht die ursprünglich erwarteten Mittel vom Land Niedersachsen für die Finanzierung des Schienenpersonenverkehrs (SPNV). Die zukünftig verfügbaren Mittel für den SPNV sind geringer als die heute zur Verfügung stehenden Mittel (Stichwort: „X-Mittel“ sollen nach Äußerungen aus dem MW nicht konsumtiv verwendet werden!).

Es stellt sich hier die Frage warum die fehlenden Mittel ausschließlich im Bereich der geplanten RSB eingespart werden sollen!!

Es ist auch möglich beim Verkehrsangebot des von DB-Regio betriebenen SPNV auf den Ost-West-Strecken Einsparungen vorzunehmen. Vor allem unter dem Aspekt, dass der Zuschussbedarf pro Zugkilometer bei der RSB wesentlich geringer ist als beim verbleibenden SPNV.

Für den Preis eines Zugkilometer SPNV können fast zwei Zugkilometer der RSB bezahlt werden.

Warum wird nicht beim von DB-Regio aufwendig betriebenen SPNV gespart um die günstigere und effektivere RegioStadtBahn vollständig umzusetzen?

Das zur Zeit die Einsparungen ausschließlich im geplanten RSB Netz vorgenommen werden, ist nicht nachvollziehbar!

Selbst das Argument „Bestandsschutz“ greift nicht. Da zur Zeit die „X-Mittel“ zum großen Teil für die Bestellung von SPNV-Leistungen (z.B. BS – WOB)verwendet werden sind selbst bei einem Verzicht auf das RSB-Projekt zusätzliche Reduzierungen des Angebots zu erwarten. Also sollte der Bestandsschutz nicht die "Heilige Kuh" sein, die unantastbar ist!

Übrigens mit einer Optimierung des Betriebskonzeptes ( verbesserte Linienführung, nachfragegerechte Fahrplangestaltung ) sind nur noch 4,9 Mio. Zugkilometer erforderlich, statt der ursprünglich geplanten 5,5 Mio. Zugkilometer.